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trauert nicht um den Jüngling, dev in der Blütheseiner Jahre dahin sinkt um den Mann, der, imGefühl seiner vollen Kraft, über dem Bestreben, sie 'ganz zum Besten der Welt zu verwenden, aus seinerWirksamkeit herausgerissen wird, daß man sich nichtlanger seines schönen Bemühens freue, und daß ernicht ausführe, was er Großes beschlossen, undHerrliches begonnen hat! Nur drey Jahre hatte Je-sus gewirkt, als der Haß ihn hinrichtete, und damitsein Unternehmen zu vernichten dachte, als die Kurz-sichtigkeit seiner Freunde selbst es für vernichtet hwlt.

Er sollte schon nicht mehr lehren, trösten und wohl-thun. Der Mund verstummte, ans dem man Wor-te des ewigen Lebens gehört hatte; die Hände warendurchbohrt, aus denen jeder Hülfe zu empfangen ge-wohntwar; der Körper war erstarrt, den dieser er-habene Geist beseelt hatte. Es war ein göttliches Le-ben, das sich hier-am Kreuze endigte ein Lebenvoll Himmelssinn, ein Leben, das der Erde zwar an-gehörte, aber nie von der Erde besteckt wurde, einLeben voll Glaube und Liebe, voll Sanftmuth undDemuth, ein Leben, das uns in jeder Hinsicht dasHöchste aufstellt, was wir denken, mnd wozu wir unsbilden können. Betrachten wir bloß den Sterbendenselbst, ohne Rücksicht auf den für die ganze Mensch-heit wichtigen Zweck, der durch seinen,Aod erreichtwerden sollte: dann können wir uns nicht enthalten,mit Wehmuth zu fragen: warum mußte er schon sofrühe vollbracht haben, da die, welche die Quäler ih-

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