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Festpredigten
Entstehung
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näherte sich sein Ende, und der Ausruf: es ist voll-bracht war eine der letzten Äußerungen seines ent-fliehenden Lebens. Mit welchem reinen Bewußtseyn,wie vollkommen übereinstimmeud mit der Wahrheitkonnte er das sagen! Es war das Zeugniß des Ge-wissens bey Hinblick auf ein thatenvolles Leben; es wardas frohe Gefühl des Sterbenden, seinem Berufe inallen Stücken getreu gewesen zu sepn, und keine Pflichtunerfüllt gelassen zu haben. Frühe neigte sich der Tagdes irdischen Lebens dem Erlöser der Welt; aberwelch ein schwüler, anstrengungsvoller Tag war eSauch gewesen! Welche Geschäfte, welchen Fleiß,welchen Eifer, welche Pünktlichkeit, welche Uneigen-nützigkeit in allem hatte er gesehen! Herrlich hatteJesus vollbracht; so viel auch zu thun war, es wargeschehen; kein Augenblick war verloren, keine Gele-genheit unbenutzt vorbei) gelassen, kein Elender, dersich ihm nahte, ohne Hülfe geblieben; so hat nochkein Sterbender vollbracht.

Vollbracht war jetzt alles, was er zuleiden hatte. Gewiß beziehen sich auch daraufdes Erlösers Worte. Es ist das Vorgefühl dernahen Erlösung, das Triumphlied des Siegers, deraus der Schmach in die Ehre, aus dem Schmerze indie Herrlichkeit geht, was wir in diesen Worten ver-nehmen. Er hatte viel gelitten. Es laßt sich nichtaussprechen, was seine sanfte Seele fühlen mußte beydiesen Mißhandlungen, diesem wilden Spotte, die-sen grausamen Verhöhnungen, dieser verstockten Bos-heit, diesem tobenden Blutdurst, bep dieser großen