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Entstehung
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169
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Vorzüglich aber ist es das Ende des Lebens, wo-rauf wahre Weise, in ihrem Denken, Thun undHoffen Rücksicht nehmen sollen. Das ist kein glückli-ches Leben, das sich traurig endigt, wenn es auch inaller Fröhligkeit, im größten Glanze und Ueberflusseist geführt worden; und das Leben ist nicht el-end zu,leimen, das, mit so vielfachen Kummer es auch über-baust war, sich freundlich schließt, das in seinem En-de seine Belohnung und seine Rechtfertigung findet.Ihm geht heiter und entzückend der Morgen eiwesneuen, in jeder Hinsicht schönen Lebens auf. Abernur dann kann unser Ende glücklich scpn, wenn wirdasselbe immer im Auge behalten, und uns dasselbebey allem vergegenwärtigt haben. Wohl dem, derimmer so denkt, wie er noch an seinem Ende denkenkann, der auch in der letzten bangen Stunde nicht vondem Glauben weichen darf, dein er in den Tagen derGesundheit ergeben war. Wohl dem, der all seinThun so cinrichtet, daß keine Reue seine letzten Au-genblicke verbittert , daß er sich einst mit Ruhe und Zu-versicht seiner vollbrachten Werke erinnert. So lebteJesus Christus. So starb er. Heute feyern wir denTag seines Todes. So lasset uns denn unter seinKreuz treten, und die erhabene Eintracht seines Le-bens und Todes zu unsrer Beruhigung und Stär-kung betrachten.

Text.

J o h. 19 v. Zo.

Da nun JesusdenEssig genommen hat-