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Lasset uns insbesondere unsre Blicke richten auf denGeist und die Verfassung der Zeit, in welcher wirleben, auf die Verwirrung aller menschlichen Dinge,auf die Unsicherheit alles irdischen Besitzes und allerirdischen Freude, auf die Verlegenheit, worin dieKlugheit des Eigennutzes jeden Augenblick geräth, aufdas unglückliche Schwanken, in dem sie sich gar nichtzu helfen weiß, und auf die Beschämungen und Ver-fehlungen', denen-sie nicht ausweichen kann— undlasset uns dann Zusehen, wie wir uns hier bey denGrundsätzen der Rechtschaffenheit befinden; es wirdsich uns bald entdecken, daß sie uns mit sicherer, festerHand durch alle Irrungen und Ungewißheiten leiten,und uns gegen die Uebel der Zeit so sehr beschützen,als wir nur immer dagegen beschützt werden können.
Sind wir aber so von dem Wehrte unsrer Grund-sätze überzeugt: dann werden wir endlich,viertens, noch gerne über die Pflichten Nach-denken, die uns in Ansehung derselbenobliegen; wir werden gerne darüber Nachdenken,wie wir uns bey unfern Grundsätzen be-haupten, und ihnen unter allen Umstän-den nachleben.
Wir sollen uns bey unfern Grundsätzen behaup-ten. Sind sie wahr, geben sie uns die besten Mittelan die Hand, uns überall zu helfen, so versteht sichdas von selbst. Freylich sollen wir auch hier gegründe-ten Einwendungen Gehör geben, und sie zur Berich-tigung derselben benutzen, aber nie den erzwungenenBedenklichkeiten einer falschen Weisheit, nie den Ver-
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