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prüfen, und es uns nicht verbergen, wenn wir Grundfinden, zu der alten Strenge zurück zu kehren. Wirsollen dieses um so mehr, da unser ferneres Verhal-ten davon abhangt, und von diesem unsre Ruhe, wieunser ewiges Heil.
Grundsätze müssen befolgt werden. Warendie unsrigen Grundsätze der Rechtschaffenheit: wohluns dann, wenn wir uns in der Beobachtung dersel-ben unermüdet zeigten, wenn sie unser Leben leiteten,wenn unsre bisherige Treue gegen sie uns die künftigegewisser Maßen verbürgt! Aber wehe auch uns, wennwir bey unfern Handlungen uns gar nicht um sie be-kümmerten, und eben so gewissenlos lebten, als hät-ten wir die Grundsätze eigennütziger Klugheit für diehöchsten gehalten! Hierüber müssen wir uns heutezur Rechenschaft fordern, damit wir erfahren, aufwas für einem Wege wir uns befinden, und was wirzu fürchten haben, wenn wir auf diesem Wege weiterfortg^en. Glücklich, wer das noch zur rechten Zeiterfährt.
Was sind uns unsre bessern Grund-sätze jetzt? sind sie uns noch so heilig, wie sic sonstwaren? scheuen wir uns noch wie sonst, sie zu über-treten? erfüllt der Gedanke, sic übertreten zu haben,uns mit Scham und Reue? verbreitet das Bewußt-seyn, mit ihnen übereinzustimmen, noch Zufrieden -heit und stille Freude über unser ganzes Wesen? Auchdas sind heute wichtige Fragen für uns. Nur dannwirken unsre Grundsätze auf unser Leben, wenn sieuns theuer sind. Aber wie vieles geschieht um uns