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Festpredigten
Entstehung
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159
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mm: ob sie uns nichts erlauben, was in der Thatunrecht ist, und nichts unrersagen, was sich derwahrhaft Erleuchtete zur Pflicht macht.

Das Zwepte, was heute unser Nach-denken über unsre Grundsätze beschä ft.i-gen muß, sind die Schicksale derselben»Hier entstehen dann die Fragen: welche Verän-derungen haben sie. erlitten? wie habenwir sie befolgt? und was sind sie unsjetzt noch? Es ergeht den Grundsätzen der Men-schen nicht anders als ihren Uebcrzeugungen; sie er-fahren wie diese den Wechsel der Zeit, und ge-wöhnlich ohne daß wir es merken. Der Anblick sovieler Siege, welche die Klugheit über die Recht-schaffenheit davon trägt, die Handlungsweisen ge-wissenloser Menschen, die wir immer vor Augenhaben und die sinnliche Stimmung unsers Gemü-thes arbeiten unaufhörlich daran, die Strenge der-selben zu mildern. Veränderte Mepnungcn ziehennatürlich auch Veränderungen in den Grundsätzen,die in so vielen Stücken von unfern Meynungen' ab-hangen, nach sich. Es kann sepn, daß die Strengeunsrer Grundsätze übertrieben,, daß sie eine schwärme-rische, abergläubige war; es kann sepn, daß eineVeränderung in unfern Mepnungcn jene berichtigthat. Aber wir dürfen das nicht vvraussetzen, wirhaben noch mehr Ursache, Verschlimmerung zu besor-gen. Deßwegcn sollen wir uns heute dieser Verän-derungen deutlich bewußt werden, wir sollen nach denUrsachen derselben forschen, ihre Gleichgültigkeit