füllen; sie soll uns zu edcln Thaten anlcitcn und stär-ken ; sie soll uns vor dem Bösen bewahren, und inMen Gesinnungen befestigen; sie soll uns in allen La-gen unscrs Lebens Fassung, Ruhe, -Heiterkeit geben.Wahrlich das Wissen ist wenig wehrt, das uns nichtbesser, standhafter und getroster macht- Unser gan-zes Denken und all' unser Thun muß das freundlicheBild unsers Glaubens sepn. Jeder muß daran er-kennen, welche Ucbcrzeugungcn. uns beseelen, undwie herrlich diese Überzeugungen sind. Lasset unsschon jetzt darauf bedacht nehmen, daß sie diesenZweckerreichen. Lasset uns sie schon jetzt auf die künftigenUmstande unsers Lebens, so weit wir sie vorhersehen,oder im Allgemeinen vcrmuthen können, anwenden,und darnach forschen, was für Kraft und Trost inihnen enthalten ist, und wie es geschehe/ daß dieseKraft und dieser Trost sich wirklich äußern. So gehedenn auch hier unser Nachdenken in wirksame Ent-schließungen über.
Das Zwcyte, was heute unser Nach-denken beschäftigen soll, sind unsreGrundsatz e. Es ist wohl wenigen unter uns unbe-kannt, daß wir unter Grundsätzen die Regeln ver-stehen, wornach wir unser Verhalten, soweit wir ihnen getreu sind, überall ein-richten, und die wir daher als etwas Zu-verlässiges und in sich Festes zu betrach-ten gewohnt sind. Grundsätze unterscheiden sich