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Festpredigten
Entstehung
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heit/ von den Gesetzen abzuweichen/ Weilchen ex al^les unterworfen hat. Es ist ungereimt/ es ist straf-bare Vermessenheit/ zu erwarten/ daß Gott umunsertwillen Ausnahmen machen/ daß er mit unseinen andern Gang gehen soll/ als den er mit an-dern und mit allen irdischen Angelegenheiten geht.Hoffet nicht mehr auf ein langes Leben/ wenn Eu-re Kräfte schon beinahe aufgezehrt sind/ wenn Ihran unheilbaren Uebeln leidet/ und die Erschöpfung/die Schwache/ das allmahlige Absterben Eures Kör-pers Euch deutlich genug ankündigt/ Euer Ende seynahe. Hoffet nicht mehr auf einen glücklichen Aus-gang Eurer Unternehmungen / wenn Ihr durchEure Nachlässigkeit/ durch Uebereilungen und Un-verstand Eure Geschäfte schon so in Unordnung ge-bracht habt/ daß Wunder geschehen müßte»/ damitIhr das Gelingen Eurer Absichten sähet. GlaubetIhr an Gott: dann dürfet Ihr auch das Unge-wöhnliche/ auch das/ was noch nie gesche-hen ist hoffen/ aber nicht daS Unmögliche.

Daß etwas nicht ungerecht und nichtunmöglich ist/ berechtigt uns indeß noch nicht/zu hoffen/ daß es auch wirklich geschehen werde.Es kommt darauf an/ ob es uns und andernin der Welt überhaupt wahrhaft nützlich/ob es im Zusammenhänge der Dinge undunsers Lebens gut sep. Das prüfet also vor-her/ ehe Ihr Euch leichtsinnig gewissen Hoffnungenhingebet. Es ist nicht genug/ daß etwas EuernWünschen angemessen ist; menschliche Wünsche sind