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dem werden sie sich vorzüglich dann regen, wenn ereinen neuen Zeitabschnitt antritt. Was ist natürli-cher, als daß wir hier nachdenklich mit der Frage stil-le stehen, was die neue Zeit uns wohl bringen werde,und daß sich alle die schönen Bilder um uns sammeln,womit die Einbildungskraft unser Daseyn zu erhellenpflegt. Hoffnung ist dem menschlichen Herzen immerenge verbunden; sie ist ihm dringendes Bedürfniß.Sie gibt ihm Lust und Muth zu leben; sie tröstet ihnim Schmerze; sie stärkt ihn zu jeder Arbeit, und er-hebt ihn zum Himmel. Wer nicht mehr hoffen kann,der ist ein von sich selbst und von allem verlassenerMensch; er ist für alles verloren, und zu allemuntüchtig. Niemand hat mehr Ursache izu hoffenals der Christ, der sich eines redlichen Herzens be-wußt ist, der an einen alles regierenden Gottglaubt, und dem eine zwepte beffre Welt sich öff-net. Ja, als Christen sind wir berechtigt und ver-pflichtet, das neue Jahr mit Hoffnungen^ anzufangen.

Aber wie oft sind die Hoffnungen der Men-schen trüglich, ungereimt, unbescheiden oder garverderblich ! Wie oft sind sie nichts als leere Trau-me oder gar Auebrüche eines verderbten Herzens!Damit das nicht auch uns begegne, wollen wir in dergegenwärtigen Stunde uns über die Hoffnun-gen zu belehren suchen, mit welchen wir, alsVerehrer Jesu, das neue Jahr anfangenmuffen.