— III —
terrichtet sind, wenn wir nicht wissen, wie man bey-den am besten beykömmt, und welche Mittel beyder besonder» Beschaffenheit desselben am meistenwirken? Wie wollen wir aber von jenem unter-richtet werden und dieses erfahren, wenn wir nichtaufmerksam sind auf die Zeichen der Zeit? DenRuhm wahrer Weisen, die alles benu-tzen, alles zweckmäßig behandeln, undauf alle Forderungen, die aN sie erge-hen, Rücksicht nehmen, werden wir nieerlangen ohne Aufmerksamkeit auf dieZeichen der Zeit..
Eben so wenig werden wir ohne sie,die Ruhe des Herzens bewahren. DieRuhe unsers Herzens wird in jeder besonder» Zeitauf eine doppelte Weise angefochten; theils durchdie eigenthümlichen sittlichen Gefahren, und >
theils durch die eigenthümlichen Uebel undUnbequemlichkeiten derselben. Soll die Ruheunsers Herzens bewahrt bleiben: dann müssen wirjenen entgehen, und diese mit Gelassen-heit ertragen. Beydes ist aber nicht möglichohne Aufmerksamkeit.
Jedes Zeitalter hat seine eigenthümli-chen sittlichen Gefahren, die wir nicht ken-nen, gegen die wir nicht auf unsrer Huth seyn kön-nen, wenn uns das Zeitalter selbst unbekannt ist.
In jedem Zeitalter gehen besondreJrrthümerim Schwange, die wir leicht annehmen, da wir siefast aus jedem Munde Horen, da es so schwer ist, sich