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Festpredigten
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107
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blödeste Verstand es verkennen könnte. Wer merktes nicht, daß ein immer allgemeiner werdender Hangzum Verschwenden und Widerwillen gegen ernsthafteBeschäftigung bald die drückendste Noch daß derallenthalben begünstigte Leichtsinn bald die wildeste Zü-gellosigkeit daß der nie gesättigte Vergnügungsdurstein Heer entnervter Weichlinge daß der Verfallguter Sitten völlige Unverschämtheit und ausgelasseneFrechheit daß der Geist des Widerspruches, Zer-rüttung aller gesellschaftlichen Verhältnisse daß dieinnere Schwache einer Verfassung, die Ungeschicklich-keit , die Bestechlichkeit und Treulosigkeit ihrer Hand-haber bald den gänzlichen Umsturz derselben daßdie immer weiter um sich greifende Verachtung desHeiligen bald einen alles überschwemmenden, allesniedertretenden und verhöhnenden Unglauben herbepführen muß.

Das, m. Z-, sind Zeichen der Zeit. O, daßwir sie nicht verkannten, wo sie vorhanden sind, daßwir in allem unserm Thun stats die nöthige Rücksichtauf sie nahmen! Dadurch allein können wir die Wür-de echter Christen behaupten, uns den Ruhm wahrerWeisen verschaffen, und unsre Ruhe wie unsre Wohl-fahrt sicher stellen. Vergönnet mir noch einige Augen-blicke, dies aus einander zu setzen.

2 .

Ist es uns davum zu thun, die Wür-de und die Gesinnungen wahrer Christenzu behaupten: dann dürfen wir den Zei-chen der Zeit unsre sorgfältige Aufmerk-