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Festpredigten
Entstehung
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redenden Zeugen der Noth; allenthalben sehen wirbleiche, von Kummer entstellte, Gesichter, die Zügedes Mißtrauens und des Unmuthes; allenthalben hö-ren wir Klagen und Verwünschungen; allenthalbenenthüllen sich uns ungesucht Mängel und Gebrechen:wenn wir in Zeiten des Elendes leben.

Zu den Zeichen der Zeit müssen wir,endlich, die jetzt schon sichtbare Ursachenund Anzeigen künftiger Ereignisse rech-nen. So sollten die Jüngern des Herrn an den er-schütternden Auftritten, die Judäa erfüllten, merken,daß das Reich Gottes und ihre Erlösung nahe sey.Schon jetzt sind die Keime künftiger Zustande vor-handen ; schon jetzt ist alles in Bewegung, um dasvorzubereiten und zu veranstalten, was hernach ge-schehen soll. Alles, was wir um uns gewahr wer-den , hat seine Folgen, und muß sie haben. DieDenkungsart des Zeitalters ist der Grund seines Zu-standes und seiner Schicksale. Ereignisse, die jetzt dasind, enthalten den Grund von solchen, die nach ih-nen kommen werden. In deck meisten Fällen ist un-ser Auge zu schwach, jene Keime und Bewegungen zubemerken, die Folgen des Vorhandenen zu bestim-men, und alles, was dazu mit wirken muß, in An»schlag zu bringen. Hier verstehen wir frcylich die Zei-ten der Zeit nicht, und die Zukunft bleibt uns ver-borgen. Aber oft ist es zu auffallend, was aus derSinnesart der Menschen, aus der Beschaffenheit ih-rer Verfassungen, und aus den Begebenheiten, indie wir verwickelt sind, hervorgehen muß, als daß der