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Entstehung
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105
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ausgesuchter Genüsse und vieler Mitel die Wünscheeiner lüsternen Sinnlichkeit zu befriedigen sei). Sel-ten fühlen sich, die Menschen in solchen Zeiten glück-lich. Das ist eine glückliche Zeit; wo jeder oh-ne Sorge leben kann; wo Fleiß und Tätigkeit Glü-hen , und alles verschönern; wo das Recht ohne An-sehn der Person gehandhabt wird, wo das Gesetz einenjeden eben so sicher schützt, als es ihm bestiehlt; wodie Menschen vertrauensvoll und herzlich mit einanderleben; und wo man mit dem, was man hat und istzufrieden bleibt. Eine elende Zeit ist es; woArmuthund Noth, Gram und Sorge an dem Her-zen vieler Menschen zehren; wo viele Menschen ohneArbeit und Brod sind, und daher bald in Trägheitund Müssiggang, in Wildheit und Niederträchtigkeitverderben; wo die öffentliche Sicherheit überall ver-letzt wird, und das Recht ungestraft gekrankt werdendarf; wo jeder den andern mit Argwohn ansi'eht odergar anfeindet und haßt; wo jeder das, was er hatgering achtet, und nach dem ängstlich strebt, was ernicht erreichen kann. Es ist nicht nöthig, daß ich alledie Zeichen nahmhaft mache, woran sich glücklicheund elende Zeiten von einander unterscheiden lassen.Es kostet wenig Mühe, sie zu entdecken,. und sie gleichfür das zu halten, was sie sind. Allenthalben mußuns der glückliche Zustand der Menschen, ihre Tha-tigkeit, ihre Wohlhabenheit und ihr gutes Vorneh-men, ihre vollkommene gesellschaftliche Verfassungund ihre Zufriedenheit in die Augen fallen. Allent-halben begcgncwuns die Bilder, die stumrnen und die