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Festpredigten
Entstehung
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nächst oder allein ans das Seinige sieht, und diesesselbst dann im Auge behalt, wenn er für andre et-was zu thun scheint; wo jeder für das, was er lei-stet, bezahlt sepn will, genau zusieht, daß er nichtmehr thue, als er zu thun schuldig ist, und auch vondiesem andern noch so viel aufzubürden sucht, als erkann.

In einem häuslichen Zeitalter nimmtman Sittsamkeit, Keuschheit, Wohlgezogenheit,Liebe'zur Stille, Fleiß, Sparsamkeit, treue Anhäng-ligkeit an die Seinigen, öftere Beschäftigung mit ih-nen, Sinn für kleine, geräuschlose Freuden wahr.Das ist kein hjäusliches Zeitalter; wo dieehrwürdigen Bande, welche die Natur geknüpft hat,sich immer mehr lösen; wo Hang zu Pracht undVerschwendung, zur Ueppigkeit und zum Aufwands,wo Spielsucht und Liebe zu rauschenden Lustbarkeitendie Menschen aus dem Kreise der Ihrigen verscheucht,und auf die Sammelplätze der großen Welt treibt.Dies sind die Zeichen, die und die Stim-mung und Denkart der Zeit verrathen.

Die dritte Eigenschaft der Zeit, de-ren Kenntniß wir uns wünschen müssen,ist das Glück oder das Elend derselben,und auch diese wird an mancherlei) Zei-chen wahrgenommen. Um eine Zeit eine glück-liche zu nennen wirb nicht eben erfordert, daß allesdarin glänze, und von Ueberfluß zeuge daß sie sich ei-nes hohen Grades von Verfeinerung rühmen könne,daß sie im Besitze mannigfaltiger Bequemlichkeiten,