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Wenn sich dies aber wirklich so verhalt; wenn wir esselbst nicht einmal bemerken, wie wir nach und nachschlimmer werden: was kann dann nöthigcr seyn,als daß wir von Zeit zu Zeit eine angelegentliche Un-tersuchung darüber anstellen 7
Denn wir können cs, drittens, nichtverkennen, daß von dem Schlimmerwer-den gar zu viel abhängt. Ist einmal der An-fang gemacht: dann gibt es nkr Ein Mittel,, uns vordem gänzlichen Verfalle zu bewahren, nahmlich, daßwir cs noch zur rechten Zeit bemerken, und Umkehrreu. Geschieht da; nicht, bleibt uns unser allmähli-ches Versinken verborgen, treffen wir keine wirksa-men Anstalten dagegen: dann kann nichts den Laufdes Verderbens aufhalten. Man wird in seinen Jrr--thümern immer mehr befestigt; die wahre und licht-volle Erkenntniß verschwindet in das Dunkel des Ber-geisens; die Verbindung des Geistes mit der Wahr-heit löst sich gänzlich auf. Sie verliert mehr ihreKraft, das Herz zu rühren und zu erheben. DaSsittliche Gefühl wird siumpfcr und schwächer, die Lei-denschaft kühner, verwagencr und zerstörender, diefrommen Gesinnungen und der Eifer für die Pflichterlöschen endlich ganz. Je mehr man sich dem Ab-grunde nähert; desto schneller werden die Schritte.Ist es aber etwas Geringes, immer schlimmer zuwerden 7 Wahrlich es ist das Traurigste-mnd Schreck-lichste, was uns begegnen kann. Wer schlimmerwird, der wird verächtlicher, freudenloser, elender.Schlimmer werden heißt: von seiner Würde hinabsin-