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Endlich, haben-wir hierbei) auch aufdie Art zu sehen, wie wir unsre Pflichtlen erfüllen. Unsre Pflichten sollen uns heiligseyn; wir sollen sie nie wissentlich versäumen; wirsollen uns nicht damit begnügen, die Eine beobachtetzu haben, und uns deswegen für berechtigt halten,die andre zu übergehen. Mit gleicher Gewissenhaf-tigkeit sollen wir allen Nachkommen; mit gleicher Stren-ge sollen wir ihnen alle unsre Begierden unterwerfen;wir sollen sie so genau und so pünktlich thun, als eSuns möglich ist. Dabey soll uns nicht Eigennutz,sondern reine Wehrrschätzung, ein echt religiöser Geistleiten; in dem allen sollen wir es zur Freudigkeitbringen. Sehet das sind die Forderungen, die dasEvangelium an uns richtet, das ist der Maßstab,wornach es uns unscrn sittlichen Zustand bcurtheilcnlehrt. Auf dieses alles müssen wir prüfende Blickerichten, damit wir erfahren, ob es schlimmer mit un»werde. O, es leidet gar keinen Zweifel, daß eSschon schlimmer mit uns geworden ist: wenn wir trä-ger geworden sind, das zu thun, was uns obliegt;wann die Noth uns dringen, wenn man uns mitStrenge dazu anhalten muß, damit es nur einigerMaßen geschehe; wenn uns bey der Erfüllung dersel-ben die Aussicht auf sinnliche Vortheile mehr zu Hül-fe kommen muß; wenn innere Liebe zur Pflicht, derGedanke an unsre Würde, an Gott und Iesum we-niger bey uns vermag; wenn wir geneigter sind unsAusnahmen zu erlauben, wo Begierde und Pflicht inWiderstreit mit einander gerathen; wenn wir eher