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Herzen verabscheue, und zwar um seiner inner» Ver-kehrtheit und Verwerflichkeit willen, oder ob er esetwa nur kalt mißbillige, ob er cs nur tadle, weil esihm Nachtheile verursacht hat, ob er es in andernFallen dulde, ob er wohl gar Gefallen daran finde,wenn es ihm Nutzen bringt; er frage sich: ob es ernst-licher, herrschender Wille, fester Vorsatz kn ihm sey,tugendhaft zu denken und zu leben, und darin immervollkommener zu werden , ob er sich das Gute, wound in welcher Gestalt es sich zeige, wahrhaft und oh-ne Nebenabsicht freue, ob er sich überall als warmenFreund und eifrigen Vertheidiger Desselben darstelle,ob er die Wahrheit liebe, und sie aus allen Kräften,mit Verläugnung alles Vorurtheils und aller Partey-lichkeit suche, so daß es ihm nur um sic, und nichtum diese oder jene Meynung zu thun ist, ob er Ehr-furcht fühle vor Gott, ob beym Gedanken an ihnsein Herz sich erweitere, ob er ihm gerne gehorche,sich ihm willig unterwerfe, seine Leiden mit Geduldtrage, und auch da noch auf den Herrn vertraue, woer von seiner Sinnlichkeit nicht unterstützt wird, ober wahres Wohlwollen gegen die Menschen Hage, u.in Sanftmuth und Demuth dahin gehe. Nach derGeschichte dieser Gesinnungen in unserm Gemüthe,nach den Veränderungen, die mit denselben vvrgegan-gen sind, nach den Siegen, welche Sinnlichkeit undEigennutz über sie davon getragen, nach dem Einflüsse,den das-Leben in der Welt auf sie hatte, müssen wirforschen, um zu erfahren, ob es schlimmer mit unswerde.