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sehen wir eine an sich unschuldige Begierde die regello-sesten und verkehrtesten Zustande, Neid, Rachbegier-de, wilde Wuth nach sich ziehen. Ist dann nicht un-ser Inneres zerrüttet und verunstalret? Ist es dannnicht um die Unschuld und den Frieden unsers Lebensgeschehen? Sind wir nicht jeden Augenblick in Ge-fahr, die ungerechtesten und empörendsten Handlun-gen zu begehen ? Und was mußte vorhergchen, chees dahin mit uns kam? Wie viele strafbare Hand-lungen, welch ein vorsätzliches Pflegen der Sinnlich-keit und welches Verderben unsrer Gesinnung mußtediese Starke und Unordnung unsrer sinnlichen Be-gierden vorbereiten und herbepführen helfen? Ge-wiß dürfen wir sie nicht übersehen, wenn die Fragedarnach ist, ob es auch schlimmer mit uns werde.
Soll diese Frage richtig von uns beantwortetwerden: dann müssen-wir, fünftens, undzwar vorzüglich, auf die GesinnungenRücksicht nehmen, die uns beseelen. Siesind hier unter allem das^Wichtigste, weil sie eigent-lich über den Wehrt und Unwehrt des Menschen ent-scheiden. Bey allem anderweitigen Vergnügen, beyden lautesten und gefühlvollsten Einsichten, bep demschärfsten und stärksten sittlichen. Gefühle, bep der größ-ten Mäßigung unsrer Begierden steht es doch schlimmum uns, wenn in unserm Herzen keine wahre Fröm-migkeit, keine aufrichtige, reine Liebe des Guten ist.Wer recht wissen will, was er vor Gott nnd Man-schen wehrt ist; der frage sich: ob er das Böse von
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