in ihm selbst, in seinen Lehren, in seinen Verheißun-gen, in seinen Bepspielen, in der ganzen Richtungund Stimmung, die eS dem menschlichen Geiste ei>rheilt, und unter allen Umstanden muß es dieselbe,freylich in veränderter Gestalt, äußern, wenn dieMenschen nur dafür empfänglich sind. Aber daraufkommt alles am Diese Empfänglichkeit ist es, wasuns fehlt. Das Ehristenthum wird nicht mehr ge-schätzt. Ucberall zeigt sich die größte Gleichgültigkeitgegen dasselbe. Man gibt sich nicht die Mühe, eSkennen zu lernen, und noch weniger, einzudringen insein innerstes Wesen, was doch nothwcndig geschehenmuß, wenn es wirken soll. Der Leichtsinn halt sichfür berechtigt, im voraus darüber, als über etwasVeraltetes abzusprechen; als ob das je veralten konn-te, was die innere Kraft und, wenn ich so sagen darf,das Mark der Menschheit ist. Viele sind zu roh undviele zu weichlich, um das Ehristenthum in seiner Er-habenheit zu fassen, die Begierden hangen fest an derErde; darum kann sich das Gemüth nicht zum Un-sichtbaren erheben. Wir glauben im Gewinne undGenüsse des Augenblicke? alles zu finden; darum wirddas vergessen, was nicht im Augenblicke liegt. UnserEigennutz verengt und verödet unser Herz, daß daSGroße keinen Platz mehr darin findet. Da*, was wir dieAufklärung des Jahrhunderts nennen, und dessen Be-sitz uns mit gränzenlofcm Stolze erfüllt, hat uns über-redet, was sich nicht sinnlich darthun und begreifenläßt, sey Wahn und Thorheit. Der Hang, alles zuerklären, alles augenscheinlich zu machen, und sich bey
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