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Glaubens und heiligen Geistes ? Wo sind die Freun-de der Wahrheit, die eine lichtvolle Erkenntniß undeine feurige Liebe zu derselben so beredt macht, daßdie Einwendungen des verschlagenen JrrthumeS vorihrer einfachen Weisheit Verstummen müssen? Wersind die Unerschrockenen, die im Bewußtseyn ihrerUnschuld nicht verwirrt werden, wenn man sie vor einungerechtes Gericht zieht, die den Muth haben, imAngesichte der drohenden Gefahr für die gute Sachezu zeugen, und wenn es seyn muß, selbst das zu sa-gen, was diese Gefahr über sie bringt? Wo sind diegroßen Seelen, die der Glaube an Gott und Ewig-keit, die der Blick auf Iesum und die Starke ihreschristlichen Sinnes empor zieht über des Lebens Be-drängnisse und Schrecken? Wo sind die himmlischGesinnten, denen, im Gefühl des herannahendenTodes nicht sein Furchtbares, uicht seine bleiche Ge-stalt, nichc diese Verwüstung der Natur, sondern nurdie Herrlichkeit des ewigen Lebens vorschwebt? Wosind die Edelmüthigen, die selbst unter den grausam-sten Mißhandlungen ihrer Feinde noch im Stande sind,zu vergeben, zu segnen und zu bethen. Herr be-halte ihnen diese Sünde nicht?

Was sollen wir sagen? Hat das Evangeliumetwa die Kraft verloren, die es an seinen ersten Be^kennern äußerte? oder wurde gerade dieser Drangder Umstände dazu erfordert, um ihm dieselbe zu ver-schaffen? Nein, m. Br., das Evangelium ist ge-blieben, was es war noch immer GorteSkraft zubeseligen alle, die daran glauben. Diese Kraft liegt