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Festpredigten
Entstehung
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gab; und das war nichts anders, als der Glaube,für den er zeugte. Dieser Glaube war ihm über al-les theuer geworden; er schätzte ihn mehr, als em Er-dengut und mehr als sein Leben. Durch diesen Glau-ben besaß er die stärkste Ueberzeugung von der Noth-wendigkeit und Seligkeit der Pflicht. Dieser Glaubegewahrte ihm ein unerschütterliches Vertrauen aufGott und einen Hellen Blick in eine belohnende, won-nevolle Ewigkeit. Dieser Glaube vergegenwärtigteihm das erhabene Bepspiel Jesu, seinen Tod und sei-ne Erhöhung, seine Schmach und seine Ehre. Die-ser Glaube erfüllte ihn mit feuriger Dankbarkeit gegenden, der für die Welt blutete und mit bereitwilligemEifer, dem, der sein Leben aufgeopfert hatte, undseiner Wahrheit wieder alles aufzuopfern. SolcheKräfte besitzt das Evangelium, den Menschen zu star-ken , zu bilden, und über sich selbst zu erheben. Nir-gends finden wir ein Mittel, das dieses leistet. Wennwir von den Vorzügen des Christenthums nichts wüß-ten, als was uns diese Geschichte lehrt: das alleinwäre schon hinlänglich, uns mit der größten- Achtunggegen dasselbe zu erfüllen, uns in demselben ein WerkGottes erkennen zu lassen, und uns zum treuen Fest-halten an demselben zu ermuntern.

Aber nur mit Wehmuth können wirunser« Blick von dieser herrlichen Ge-schichte weg auf die Menschen unsrerZeit richte n. Wie weit ist das, was wir hierwahrnehmen, von dem entfernt, was uns die Ge-schichte des Textes zeigt. Wo sind die Männer voll