und der jetzt schon linker den Verklärten lebt, derenSchaaren ihn bald aufnehmen sollen.
Das ganze Christenthum ist gewisser MaßenAussicht in die Ewigkeit. Gott verlaßt die Seinennicht. Wir leiden nach seinem Rathe; die Erniedri-gungen der Welt sind der Weg zur Erhöhung. Je-sus Christus ging auf der Bahn deS Leidens und desTodes seinen Verehrern voran; mit seinem Blute istsie bezeichnet; am Ziele wartet er ihrer, in den Hö-hen des Himmels empfangt er sic, um sie feiner Herr-lichkeit theilhaftig zu machen. Diese Wahrheitenmußten den ersten Bekennen: des Christenthums, diemit Verfolgungen und Lebensgefahren, mit Nothund Drangsalen täglich umringt waren, vorzüglich ge-genwärtig seyn. Für ihr Leben waren dieselben dasWesentliche, der Kern des Evangeliums. Mächtighatten sie gewiß auch auf Stephanus gewirkt; tiefwaren sie seiner Seele eingegraben; oft hatten sieihn beschäftigt. Jetzt wurden sie in ihn: ganz leben-dig , und zur Klarheit des Anschaucns erhoben. Sei-ne Rede war immer starker und begeisterter gewor-den ; mit ihr hob sich sein ganzes Gemüth. Als dieletzten nachdrucksvollen Worte verklungen waren; alsdie Erbitterung seiner Feinde laut, und immer lauterwurde, als man schon mit den Zähnen knirschte undSteine aufhob — da ward er voll heiligenGeistes, die Ruhe in seinem Gemüthe immer stil-ler und seliger, das Gefühl seiner Unschuld und seinesGlaubens immer starker, seine Zuversicht immer freu-diger, jetzt der Gedanke des Unsichtbaren immer licht-