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zwischen der wilden Gluth des Abergläubigen und desSchwärmers! Mp jenem sinder Ihr Ruhe, Beson-nenheit, eine gesetzte Fassung des Gemüthes; alles,was er vorbringt, ist reiflich überdacht , sorgfältig ge-prüft und lichtvoll aus einander gesetzt. Was dieseruns mittheilt, besieht entweder in dunkeln Gefühlen,oder in widersinnigen Vorstellungen; er hat es sichselbst nicht deutlich gedacht; er hat nie geprüft; dieLeidenschaft, die jetzt aus ihm ssprichr, hat ihm seinenGlauben gegeben. Darum kann er auch in andernnicht mehr als eine schnell verfliegende Leidenschaft er-regen. Ganz anders ist die Wirkung des Glaubensan christliche Wahrheit, das sehen wir an Stephanus.

Darüber belehrt uns auch der Verfolg seiner Ge-schichte. Als man mit Gründen nichts gegen ihm ver-mochte, bot man Gewalt und Verläumdung gegenihn auf. Man schleppte ihn vor den Rath,und klagte ihn an, er höre nicht auf,-sterworte zu reden gegen die heiligeStäte und das Gesetz. Aller Blicke waren aufihn gerichtet, um in seinen Mienen Verlegenheit,Angst und Verwirrung zu lesen. Aber, heißt es,sie sahen sein Angesicht, wie eines En-gels Angesicht. Ruhe war in seinem Gemüthe;seine Fassung verließ ihn nicht; das Gefühl der Wahr-heit bewahrte sie ihm. Bewußtseyn der Unschuld undHeiterkeit verklärten seine Züge. Das war Wirkungder Lehre die er bekannte. Zwar behauptet die Un-schuld .an sich schon oft eine stille aber mächtige Gewaltüber ihre Verlämder. Ohne Furcht und voll froher