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selben zu befreunden, als auch, an demselben entschlos-sen und mir allen Kräften fest zu halten. Ihr Glau-be war eine Frucht, die großen Theils durch Lrübsalezur Reife gebracht war, und je mehr sie um diesesGlaubens willen zu leiden Hanen, desto theurer muß-te er ihncw werden. Hierin liegt der Grund von demAußerordentlichen und für uns Unerreichbaren, waSdas Ehristenrhum bey ihnen wirkte.
Von diesem Stephanus wird gesagt: er habemit einer Weisheit und mit einem Gei-ste geredet, welchen niemand zu widerste-hen vermochte. Darf uns das wundern, wennwir bedenken, welche Lehren er vortrug, wenn wiruns erinnern, daß er aus Ueberzeugung sprach, unddaß diese Ueberzeugung Wahrheit war. Das Evan-gelium Jesu ist so zusammenhängend in sich selbst, soübereinstimmend mit den Einsichten einer richtig den-kenden Vernunft, so ganz berechnet auf die Einrich-tung und die Bedürfnisse der menschlichen Natur, unddabey so «infach und klar, daß sich ihm da, wo'esohne menschliche Zusatze und Entstellungen vorgetra-gen wird, nichts entgegen setzen laßt; es spricht hin-länglich für sich selbst, und beschämt, ohne künstlicheHülfe, alles, was sich dagegen auflchnt. MenschlicheZusätze und Entstellungen hatten aber damals/ alsStephanus redete, die Kraft des Evangeliums nochnicht geschacht. Er durste nur sagen, was er davonwußte,' cs nur so sagen, wie es sich ihm ungesuchtdarboth, um die Angriffe seiner Gegner zurück zuschlagen. Er war aber auch selbst überzeugt, und