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den ist. Wie Jesus selbst war? so war auch seineLehre, so sind auch die Gesinnungen und die Beschaf-fenheit des Gemüches, die er von uns fordert. Al-les ist in der Lehre des Evangeliums göttlich groß,alles dessen würdig, der uns darin verkündigt wird,und dessen, der es verkündigte. Reinere und erha-benere Vorstellungen kann man sich von Gott, vonder Beschaffenheit unsers Geistes, von unserm Lebenund von unsrer Bestimmung nicht bilden, als die sind,die uns das Evangelium beibringt. Und doch ist zu-gleich alles so menschlich, so einfach, so klar, mit ssvieler Herablassung zu unsrer Schwache, so angemes-sen unfern menschlichen Bedürfnissen, in. so lieblichenHüllen dargestellt. Höheres gibt es im Menschennicht, woran man sich wenden könnte, als das, wor-ansich das Evangelium wendet; gleichwohl werdenzugleich alle sanften Gefühle der Menschlichkeit durchdasselbe angeregt; es weiß sich unsrer durch die edel-sten Rührungen zu bemächtigen.. Göttliches Wesenwill das Ehristcnthum in uns bilden, einer göttlichenNatur sollen wir theilhaftig und erneuert nach demEbenbilds unsers Schöpfers, emporgezogen über dasVergängliche, begeistert zu solchen Bestrebungen, dieüberall auf das Ewige gerichtet sind, erfüllt mit sol-chen Gesinnungen, wie sie vor Gott bestehen, unduns seiner Gemeinschaft fähig machen; überall sollder Sohn Gottes unser Vorbild sepn. Und doch sol-len wir nicht aufhören, Menschen zu sepn, menschlichzu denken und zu fühlen; doch sollen wir unsre mensch-lichen Neigungen nicht gewaltsam unterdrücken, oder