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heben uns, wenn wir uns in ernster Betrachtung zuihm erheben; aber mit sanften Wallungen des Her-zens nahen wir uns dem Gotte, der im Evangeliumlebt, der seine Welt so prächtig geschmückt, und seineMenschen so hoch begabt hat. Das Göttliche inJesus könnest wir nicht anders als mit Ehrfurchtbetrachten. Aber der Sohn der Maria ge-winnt unser Herz, Ihr alle, die Ihr Em-pfänglichkeit habt für das Schöne und Gute, Ihrmüsset ihn lieben, wenn Ihr ihn erblicket in diesemreitzendsten Schmucke edler Menschlichkeit, in dieserSanftheit, in dieser Milde, in diesen zärtlichest Em-pfindungen für die Seinigcn, in dieser gefühlvollenTheilnahme an dem Glück und Unglück seiner Brüder,in diesem warmen und immer regen Eifer, zu helfenund zu beglücken, in dieser freundlichen Geschäftigkeit,zu lehren zu trösten, und alles zu geben, dessen manbedurfte, in diesem Wohlwollen, das auch in den Au-genblicken des heftigsten Schmerzes , in den Augenbli-cken des nahen Todes noch um andre besorgt war.Dem Sohne der Maria gebührt unsre innigste Liebe;er war der Erste, der Herrlichste unter den Menschen.Und diese Liebe fühle unser Herz ganz für ihn am Ta-ge seiner Geburt; in dieser Liebe ergebe es sich ihmaufs neue, und gelobe ihm, zu werden, wie er war.
Dagegen können wir auf der andern Seite Je-sum nur als den Sohn Gottes verehren. DasMenschliche, und wenn es das Allervortreffiichste wä-re, im eigentlichen Sinne verehren, heißt Abgötterei)treiben. Verehrung ist der Inbegriff der Gesinnun-
«M»r-