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Entstehung
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wird uns das Befremdende im LebenJesu erklärbar.

Aber auch nur unter dieser Voraus-setzung können wir alles von ihm ^er war-ten, und ihn mit vollem Rechte als un-fern Erlöser preisen. Der, der unser Helfer,unser Führer zum ewigen Leben seyn sollte, mußteunser Bruder werden; damit er unsre Noch kannte,mit unsrer Schwachheit Mitleiden hatte, und sich zuunsrer Ohnmacht herabließe. Er mußte es erfahren,wie der Jrrthum den Menschen betrügt, wie dasElend ihn versucht, wie der Welt Güter ihn bezau-bern, mit welchen mächtigen Reitzen die Sünde ihnlockt; damit er uns den Unterricht, die Mittel desMuthes kmd der Stärkung geben konnte, derer wirbedurften. Als Mensch mußte er leiden und sterben;damit wir Zuversicht zu Gott hätten, und uns ihmgetrost nahten; damit er uns auch in den bedrängtestenAugenblicken des Lebens Vorbild seyn könnte.' Undwäre nicht überhaupt die ganze Kraft seines erhabe-nen Beyspiels verloren, wenn er als ein höherer Geistoder als ein Gott, wenn er nicht als Mensch, undseinen Brüdern in allem gleich erfunden, diesen Ge-horsam bewies, diese Tugend übte, sich zu diesemGipfel der sittlichen Vollendung emporschwang*? Wür-de sich unsre Trägheit nicht immer damit entschuldigen,was einem solchen möglich war sey uns nicht möglich?Würde unsre Sinnlichkeit nicht vorwcnden, ihm seyes nicht schwer gewesen, zu verläugnen, was er nichtbedurfte, und was ihn nicht glücklich machen konnte,