den zu sammeln, und dadurch auch schon hier einenbessern Zustand zu bewirken: das war der große Zweckseines Lebens unter feinen Brüdern. Alles, was unsunsre Abhängigkeit erleichtern, was unsre Schwache auf-richten, unser Elend vermindern- alles, was uns trösten,stärken und beglücken kann, verdanken wir ihm. Wirmüßten unsre Ohnmacht, unsre Bedürftigkeit und un-fern gedrückten Zustand, das Elend, welches die Sün-de über uns gehaust, die Schmach, worin sie uns ge-stürzt, die Feindschaft gegen Gott, worin sie uns ver-setzt, nie gefühlt haben, wir müßten höchst leichtsinnig,vder höchst gleichgültig gegen unser wahres Wohl, oderhöchst verblendet sepn, wenn wir nicht einsahen, welcheine starke Aufforderung zur heiligen Freude für uns'dieBothschaft sep: euch ist heute der Heilandgeboren. O, Ihr alle, die Ihr Euch selbst kennt,die Ihr Euch nach Hülfe sehnt, die Ihr Theil nehmet anden Schicksalen Eurer Brüder , freuet Euch; ein Gottgesandter Retter ist da, und reicht Euch brüderlich dieHand, bey ihm findet Ihr, was Ihr bedürfet zu EurerRuhe. Darum freuet Euch mit heiligerFreude.
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Es folgt von selbst, daß die heilige Freu-de des heutigen Tages auch Freude überdie Menschheit seyn muff. , Die Menschheit se-hen wir in Jesu geadelt. Unsre Natur hat er angezo-gen, als Mensch hat er gelebt, gefühlt, gedacht'undgehandelt. Dürfen wir uns wohl beklagen über die