3a
die Sache nicht erdacht, sondern er mufs ein«alte Nachricht vor Augen gehabt haben, derzufolge er dem Pisistratus die Erzählung inden Mund legt, dals er von den Athenern blosden Zehenten des Ertrags ihrer Felder nehme.
Denn ein glaubwürdiger und sehr unterrichteterGeschichtschreiber u) bestätigt auf gewisse Weisejene Nachricht durch die Angabe, dafs dieNachfolger des Pisistratus gar blos den zwan-zigsten Theil der Feldfrüchte gefodert haben,wie habsüchtig auch übrigensllippias verfuhr 3\
Von besonderer Wichtigkeit ist die Stelle deserwähnten liriefs, worin Pisistratus sagt, jenerzehnte Theil des Ertrags der Wirthschalten seischon denen geleistet worden, die früher ge- >herrscht hätten, und er gebrauche ihn nichtfür sich, sondern zu den Opfern und Ivriegs-bedürfnissen. Hierdurch wird theils die Naturdes Zehenten deutlich genug angezeigt, theilsdie Yermuthung unterstützt, dafs vor Solondie Grund-Abgabe der Athener in einem Zehentenbestanden habe, der durch die neue Verfassungin eine andere Leistung verwandelt worden.
2) Thucjci. VI. 54,
3 ) Pseutio-Aiislol, iccon. 1 , II, c. 2. §, 4,