reu göttlichen Ideen wurden für Gebilde der Ein-bildungskraft gckalten, und mitunter sogar fürGaukeleien zum Behufs der Volkstäuschung. Kurz,die Sehnsucht nach dem Überirdischen erstarb in ih-ren Gemüthern und einige Frevler — in der ei-genen Ode mißgönnten sie auch dem Volke dieIrisbrücke und den frommen Aufblick gen Himmel— bespöttelten mit fader Witzelei das kindlicheLallen seiner Andacht, verhöhnten und entrücktenihm das Eine, das dem Leben hienieden Würdegibt und Haltung.
Der Hochmuth vollendete, was der matthcr-zige Empirismus begonnen hatte. Möchten die Vor-lautesten, diefenigcn unter den Wortführern inFrankreich, gslliöllL Lrmlltat/o in ma-
titia, ihr Inneres erforsche» und sich fragen:worauf ihre Ruhmredigkeit sich doch eigentlich grün-de? woher es komme, daß sie so übermüthig aufdie Nebenmenschcn herabblicken und sich für Vor-bilder halten, denen die Welt huldigen müsse?Sie würden finden / daß sie zuviel auf eitele Nc-benvorzüge sich rinbilden und die sinnlichen Ge-nüsse übermäßig lieben. Sie maßen sich um sohöher» Vorrang an, je weniger sie ihre Beschränkt-heit kennen. Zu der Verblendung ihrer Schein-größe halten sie sich für besser als sie sind, und z»Gesetzgebern aus Erden berufen. Mit dem gemüths-losen Dünkel, der nichts von Unterordnung wissen