— 51 —
bei der Betrachtung, was seit der Revolution undtu Folge derselben für oder vielmehr wider dieHülfsbedürftigen unter dem französischen Landvol-ke geschehen, die so gläubig, so vatcrlandsscligund vertrannngsvoll ihr Gut und Blut dafür ga-ben — nicht auf das Innigste gerührt würde.
Auch die in der Metropolis Geborneu beurthci-len wir mit Saustmuth und Milde. Wir wissen,die hoffnungsvollsten Anlagen werden die verderb-lichsten , wenn sie in früher Jugend eine verkehrteRichtung nahmen. Wir bedenken, durch welche ver-schiedenartige Hebel sie bearbeitet, unter welchenEinflüssen sie erzogen wurden. Unter den Hundert-tausendcn der dort aufeinander gedrängten Wclt--kinder mußten wohl so viele gefährliche Menschenheranwachsen, die den Unruhstiftern zur Ausführungihrer Meutereien stets bereitwillig zuvor- und ent-gegenkommen. Dasselbe würde unter ähnlichen Um-ständen in jeder volkreichen Stadt sich ereignen,und waS Moreau in seinen Gedanken über diePariser Salpctrisrc erinnert, findetmehroderweniger sich in jeder Hofstadt wieder. Es sind jene
*) In den „Beitragen zur Eharaktcristik der französischenStaatsverfassung und Verwaltung wahrend der EpocheDonaparte's. Vom Vcrf. der notice» sur l'intei-ieur-cte la krancs eci-itos eir 1806. (Fa der.) Königsberg18t5." findet der Geschichtsocscher Belage einer Tyran-nei, die, wären jene nicht urkundlich bewahrheitet, vonder Nachwelt für erdichtet würde gehalten werden.