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Fallversuche über die Umdrehung der Erde
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angebracht worden. Er dürfte jedoch fiir die Zeit von 6 Sekundenkaum in einzelnen Fällen 2 Tertien erreichen.

c.) Die Art der Beobachtung.

War eine Kugel in die Zange eingehängt, und ziemlich zur Ruhegekommen; war ferner das Licht im Spiegel dem obern Beobachtersichtbar, so fasste derselbe mit der rechten Hand die Zange, mit derlinken die Arretirung der, auf dem Tischchen y Figur 2 Tafel /, ste-henden Uhr; er arretirte diese, und ein zweiter Beobachter las lautden Stand des Tertienzeigers ab, worauf der erste möglichst gleich-zeitig die Zange öffnete und die Uhr fort- und so lange gehen liess,bis das Licht im Spiegel verschwand , worauf sogleich die Uhr arretirtwurde, bis der Stand des Tertienzeigers notirt war. Die Differenzdieses und des ersten Standes plus den ganzen Umgängen gab die Zeit,während welcher die Uhr im Gang, also auch die Kugel unterwegsgewesen war.

d.) Bestimmung des constante« Sinnesfehlers.

Von der gefundenen Fallzeit war noch abzuziehen die Zeitdiffe-renz, die möglicherweise zwischen dem Oeffnen der Zange und derUhr, und ganz gewiss zwischen dem Auftreffen der Kugel und derBewegung des Spiegels einerseits, andererseits zwischen dem Ver-schwinden des Lichts und der Arretirung der Uhr vergieng. Zu diesemEndzwecke wurde, nahe unter der obern Hauptbühne, die Bühne zz Figur1 und 2 Tafel I. geschlagen, über ihr die Lotte auf der Südseite geöffnetund zum Verschliessen nach unten mit einem Schieber versehen, über wel-chem der Rahmen, Figur 3 Tafel IV , mit seinem ausserhalb der Lottevorspringenden Spiegel angebracht, die Höhe vom untersten Puncteeiner eingehängten Bleikugel bis zur Oberfläche des auf dem Rahmenliegenden Brötchens bestimmt, und die Fallzeit dieser Kugeln auf diesekleine Höhe grade so gemessen, wie auf die grosse. Die Differenzzwischen der beobachteten und der berechneten Fallzeit gab den con-stanten Fehler der Sinne. Diese Berechnung erfordert die Kenntnissdes Fallraums in der ersten Sekunde g. Setzt man, nach Sabine,die Länge des einfachen Sekundenpendels unter dem Aequator = 1°