15
Elfenbeinkugel von 36,64 Millimeter Durchmesser, 46,24grammes ab-solutem und 1,790 spezifischem Gewichte, und zwei kleinere Elfenhein-kugeln von 28,"” Durchmesser, 22,322 grammes absolutem und 1,811spezifischem Gewichte, fallen.
Zuletzt beobachteten wir noch die Abweichung einer alten 6 pfun-digen Kanonenkugel; da jedoch die Vorrichtungen, um sie ohne Sei-tenbewegung fallen zu lassen, nicht gehörig vorhanden waren, auchdie Kugel eine rauhe Oberfläche hatte, so fielen die Resultate dersel-ben ungünstig aus, und sind weiter nicht erwähnt worden.
E. Vorrichtungen zur Messung der Fallhöhen.
Für alle Maasse bei unsern Beobachtungen ist die Länge des beider Bergakademie zu Freiberg vorhandenen eisernen Meters von For-tin zu Grunde gelegt; dasselbe ist bei 8° C nach der von Herrn Ar agoangestellten Vergleichung mit dem Meter des Pariser Observatoriumsum Millimeter zu lang.
Es wurden zwei, etwas über 16 Meter lange, gefügte fichtene Lat-ten zusammen gestossen und mehrere Tage in den Schacht gehängt;anfangs dehnten sie sich etwas, behielten dann aber ihre Länge, so-wohl über Tage bei horizontaler, als in der Grube bei verticaler Lage,unveränderlich bei. Sie wurden mittelst des eisernen, an besondernHandhaben anzugreifenden, Meters, das mit Hülfe zweier Wechsel-winkel fortgetragen wurde, genau 16Meters lang gemacht, und dannmit ihnen an der Südseite der Lotte, und zwar an der erwähnten ge-fügten Latte, heruntergemessen, indem man immer eine an die vorigeanstiess, und so lange mittelst eingedrückter Spitzen festhielt, bisletztere hinweggenommen, und ihrerseits wieder angestossen wordenwar. Der übrig bleibende Rest wurde mit dem eisernen Meter, unddie kleinern Theile, so wie auch alle übrigen kleinen Längen, z. B.die Abweichungen der Kugeln, mittelst des Zirkels nach einem genaugearbeiteten verjüngten Metermaassstabe gemessen.
Als Controlle bedienten wir uns auch des von Benzenberg beob-achteten Verfahrens, mit einem von dem Lothe gespannten Kupferfa-den (conf. Benzenberg pag, 37.) Zu den beiden dazu nöthigen festen