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Tiefste zu herabwürdigen. Ehe wir das Zcugniß desPapias aus Eusebius Kirchcngeschichte und aus Hie-ronymus Schrift cko vii -18 iNu-strib. aushebcn, wol-len wir zuvor Ellendorfs Albernheiten aufdecken.Zuerst heißt cs S. 74. „Hieronymus macht ihn zumLehrer des h. Irenaus. (Oieron^m. Lz». 29.) wo-nach seine Blüthe in die Mitte des H.Jahrh. fiele."— Das nennen wir eine literarische Lüge. Hierony-mus sagt nirgend, Papias sey des Irenaus Lehrergewesen. In der Schrift de vir. illustrili. bemerktnur Hieronymus, daß Irenaus dem Papias in derMeinung eines tausendjährigen Reiches gefolgt sey.Die Blüthe des Papias setzen die Kritiker in denAnfang des zweiten Jahrhunderts, so die Bollandi-sten, der Benediktiner 1,6 Xouri-)-, Inimper u.m. a.*)„Papias stand in Betreff seiner Fähigkeiten undGlaubwürdigkeiten als Schriftsteller in einem schlech-ten Ruf." Wenn man auch zugcbcn will, daß Pa-pias die Schriftstellersgabe nicht hatte, wodurch erseine geschichtlichen Uebcrlieferungcn in einem faßli-chen und geordneten Styl aufsetzte, auch mehr sichzu mystischen Auslegungen hinneigte, wie nicht un-deutlich Eusebius zu verstehen gibt **) so kann erdoch ein glaubwürdiger Zeuge kirchlicher Ueberliefc-rungen scyn, um so mehr, wenn er die namhaft
In dem armenischen Chronikum des Eusebius wird Pa-pias gleichzeitig mit Polycarp in das erste Regierungs-Jahr Kaisers Lrajan gesetzt. — Möhler in seiner Pa-trologie laßt Papias um das Jahr 118 . leben.
INdr. III. llistor. eoolo». 39.