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Das alte Gespenst in unsern Tagen neu aufgeführt von F. Ellendorf in der Schrift: Ist Petrus in Rom und Bischof der Römischen Kirche gewesen? Darmstadt 1841
Entstehung
Seite
67
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lich in wachendem Zustande gelesen haben, so tragenwir kein Bedenken, ihn einer schändlichen Lüge zubeschuldigen. Denn Clemens sagt nicht, Paulus seynach Petri Tod gestorben, auch nicht, er sey zuRom unter Nero getödtet worden. Hier eine treuedeutsche Uebersetzung der fraglichen Stelle aus demBriefe des h. Clemens.*)Allein lasset uns die al-tern Beispiele hintansetzen und übergehen zu denKämpfern und herrlichen Beispielen unsrer Zeit. Umder Eifersucht und des Neides willen haben die,welche die treuesten und gerechtesten Säulen derKirche waren, auch Verfolgung erlitten bis zum Tode.Schauen wir auf die guten Apostel. Wegen unge-rechter Eifersucht ertrug Petrus nicht ein oder ander-mal sondern sehr viel Ungemach und so Martyr ge-worden, ging er über zu dem verdienten Orte derGlorie. Paulus erhielt den Lohn der Geduld, daer siebenmal Ketten getragen, mit Ruthen geschlagenund gesteiniget worden ist. Als Verkündiger im Mor-gen- und Abendlande erwarb er sich den größtenRuhm des Glaubens. Da er die ganze Welt beleh-ret, an die Gränzen des Abendlandes gekommen undunter den Kaisern den Martyrertod erlitten hat, soging er von dieser Welt in den heiligen Ort, dasgrößte Beispiel der Geduld geworden."

Unserm Ellendorf kommt auch das Schweigen desIgnatius auffallend vor.Wie er nirgend daraufhindeutet, daß er der Nachfolger Petri, des ersten Bi-

*) Nach der griechisch-lateinischen Ausgabe Cotelier, Cou-stant, Harduin u. m. a. Nr. 5.