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Uebrigens ist Ellendorf's geschichtliche und patri-fiische Kritik eben so unerschöpflich. Er weiß die Ge-schichte eben so leicht, wie die Feder in seiner Handzu drehen. Nach S. 71. begann die Erzählung vonSt. Petrus Neise nach Nom in der zweiten Hälftedes zweiten Jahrhunderts, und S. 74. war Papiasder Vater der Sage von Petrus Aufenthalte in Rom.— Gut, Herr Cllendorf! wir wollen ihnen zu Ge-fallen folgen, fragen aber dann: Hat Niemand indiesem Jahrhundert, wo doch so viele Feinde gegendas Christenthum wüthctcn, gegen diese Sage rekla-mier? Man konnte und mußte damals doch wissen,wo Petrus gewesen und gestorben ist. Man stelleuns nur einen einzigen Schriftsteller der ersten Jahr-hunderte vor, der anders berichtet, d. h. der aus-drücklich sagt, Petrus sep nie in Rom gewesen, auchnicht in Nom gestorben. Ellendorf bedient sich desStillschweigens einiger Väter, die nichts von PetriBisthum zu Nom melden, und schließt daraus, siehätten nichts davon gewußt; geben sie aber Zeug-niß davon, so ist dies Zeugniß eine Bastardgeburt,die aus Apocrpphen hervorgegangen ist: die ältestenVäter sind gescheidte, scharfdcnkende Männer, wennsie nichts von Petri Reise nach Nom sagen, sie sindüber leichtgläubige, einfältige, dumme Männer, wennsie berichten, Petrus habe die Kirche zu Nom gestif-tet. Und bei allen diesen Wälzungen und Drehungenwollte es noch nicht glücken, einen einzigen Alten aus-findig zu machen, der anders berichte, der offenbarsage, Petrus sey nie zu Rom gewesen, nicht zu Romsondern z. B. zu Jerusalem gestorben. Oeffentliche