ein gewisser Metaphrastes eine Neisebeschreibung desh. Petrus zusammengesetzt haben, worin alle Orte,die er berührt, die Kirchen, die er gegründet re. ver-zeichnet sind. — Meisterlich! Aus dem Verzeichnißder von Pabst Gelasius verworfenen Apocryphen er-kennen wir, daß schon die Neisebeschreibung des Pe-trus vor dem V. Jahrhundert als erdichtetes Werkbekannt war. Wo hat dann Ellcndorf des Meta-phrastes Neisebeschreibung gelesen? Leo Allatius, derdes Metaphrastes Schriften genau bezeichnet und 122.davon anführt, kennt keine Neisebeschreibung des h.Petrus. Wenn das Manuskript des Metaphrastes*)vielleicht sich in der reichen Bibliothek des Ellendorfsbefindet, so wird er uns durch den Druck desselbenbesser beschenken, als durch die alten Fabeln, womiter uns bis jetzt unterhalten hat. — Uebrigens daßMetaphrastes nicht ein so einfältiger und dummerMann war, wie Ellendorf ihn malet, beweisen diegelehrten Männer Leo Allatius, Bollandus Pape-broch, Honorat ». 8. IVIniiu u. m. a. — Wir ha-ben in unfern Denkwürdigkeiten V.B.I. Th. S. 113.die Quelle entdeckt, woraus höchst wahrscheinlich Me-taphrastes geschöpft hat. — Ellendorf gesteht indessenselbst, daß die ältern Zeugnisse, die ganz unge-zweifelt für Petri Reise nach Nom sind,aus dem dritten Jahrhundert stammen. S. 69. Z. 22.Wie sollte dann Metaphrastes im X. Jahrhundertihr Wegweiser und Vorsprccher gewesen sepn?
*) Das Merkchen, was Lipomann und Surius unter demNamen des Metaphrastes hcrausgegeben haben, wirdvon allen Kritikern als ein unächtcs verworfen.