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Das alte Gespenst in unsern Tagen neu aufgeführt von F. Ellendorf in der Schrift: Ist Petrus in Rom und Bischof der Römischen Kirche gewesen? Darmstadt 1841
Entstehung
Seite
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ein gewisser Metaphrastes eine Neisebeschreibung desh. Petrus zusammengesetzt haben, worin alle Orte,die er berührt, die Kirchen, die er gegründet re. ver-zeichnet sind. Meisterlich! Aus dem Verzeichnißder von Pabst Gelasius verworfenen Apocryphen er-kennen wir, daß schon die Neisebeschreibung des Pe-trus vor dem V. Jahrhundert als erdichtetes Werkbekannt war. Wo hat dann Ellcndorf des Meta-phrastes Neisebeschreibung gelesen? Leo Allatius, derdes Metaphrastes Schriften genau bezeichnet und 122.davon anführt, kennt keine Neisebeschreibung des h.Petrus. Wenn das Manuskript des Metaphrastes*)vielleicht sich in der reichen Bibliothek des Ellendorfsbefindet, so wird er uns durch den Druck desselbenbesser beschenken, als durch die alten Fabeln, womiter uns bis jetzt unterhalten hat. Uebrigens daßMetaphrastes nicht ein so einfältiger und dummerMann war, wie Ellendorf ihn malet, beweisen diegelehrten Männer Leo Allatius, Bollandus Pape-broch, Honorat ». 8. IVIniiu u. m. a. Wir ha-ben in unfern Denkwürdigkeiten V.B.I. Th. S. 113.die Quelle entdeckt, woraus höchst wahrscheinlich Me-taphrastes geschöpft hat. Ellendorf gesteht indessenselbst, daß die ältern Zeugnisse, die ganz unge-zweifelt für Petri Reise nach Nom sind,aus dem dritten Jahrhundert stammen. S. 69. Z. 22.Wie sollte dann Metaphrastes im X. Jahrhundertihr Wegweiser und Vorsprccher gewesen sepn?

*) Das Merkchen, was Lipomann und Surius unter demNamen des Metaphrastes hcrausgegeben haben, wirdvon allen Kritikern als ein unächtcs verworfen.