Druckschrift 
Das alte Gespenst in unsern Tagen neu aufgeführt von F. Ellendorf in der Schrift: Ist Petrus in Rom und Bischof der Römischen Kirche gewesen? Darmstadt 1841
Entstehung
Seite
18
Einzelbild herunterladen
 

18

Wir könnten dem Gespenst noch weiter die Larvesbziehen, wenn wir bemerken wollten, daß nach demTlrthcil aller Kritiker nicht alle Berichte, welche dieÄpocrpphcn enthalten, als Fabel» anzusehcn sind.'Die pnssionos Petri et punli, die Biographie des'Petras rc. mögen ein achtes Fundament haben, nur'die weitere Aufführung ist durch falsche Zusätze 'gänz-lich entstellt. Die von Abdias mitgethciltc pnssic»Petri ist reiner, als jene des angeblichen Linus inder Bibliothek der Kirchenväter. Noch besser sinddie von J.C. Thielo zu Halle in den Jahren 1837.And 38. herausgegebcnen .-Vetu ^postolorum Pe-tri et punli in griechischer und lateinischer Sprache,welche mit reichen und gelehrten Anmerkungen desHerausgebers versehen sind. vr. Thilo hat wohlnicht gezweiftlt an des h. Petrus Aufcuthalt undBisthum in Nom; er weiß aber die fabelhaften Be-richte eines Linus Marcellus rc. von den wahren-Erzählungen zu trennen. In der That: man müßtees für ein ganz besonderes Mißgeschick anschen, wenndie ersten Christen, die so große Ehrfurcht gegen diezwei Hauptapostcl Petrus und Paulus hatten, gar'keine zuverläßige Nachrichten über ihren Wirkungs-kreis, über die von ihnen gestifteten Kirchen, überihren Martcrtod eingezogen und überliefert hätten;und ein noch größeres Mißgeschick wäre es, wennolle die übereinstimmenden Berichte, die das Alter-thum uns darreicht, leere Erdichtungen scpn sollten.Würden die andern in Asien und Europa von Pe-trus gegründeten Kirchen sich nicht erhoben haben,wenn die römische Kirche sich fälschlich der Stiftung