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4 (1794) [R - Z]
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542
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542 Ton

Ton

scheinet, setze man eine mit rothem,oder blauem, oder gelbem, oder weis-sem Tastet überzogene Tafel, aufwelche man das Sonnenlicht ganzauffallen, und durch eine gehörigeWendung von da auf das Geniahldeabprellen laßt, und bemerke jedes-mal die Würkmig dieses LichtS aufdas Gemahlde. Auf diese Artkönnte man vielleicht auf eine guteKenntniß der Zone kommen, unddaher auch Anleitung nehmen, die-selben zu erreichen.

Das Leichteste in dieser Sache istdie Bemerkung der Regel, daß es zurVollkommenheit eines Gemahldcsnothwendig ist, ihm den Ton zu ge-ben, den der Charakter des Gemahl-des fodcrt. Eine traurige Vorstel-lung erfodcrt einen Ton, der denEindruk des Inhalts unterstützt,und eine reizende Vorstellung machtauch die Lieblichkeit in dem Ton noth-wendig.

Tonart.

(Musik.)

ASir nehmen dieses Wort hier inder genau- bestimmten Bedeutung,nach welcher es das ausdrükt, wasdie altern Tvnlehrer durch das latei^nischeWort Gallus auszubrüten pfleg-ten; nämlich die Beschaffenheit derTonleiter, nach welcher sie entwe-der durch die kleine oder große Terzaufsteiget. Jene wird die kleine,oder weiche, diese die große, oderharte Tonart gcncnnt, welches manauch durch die Worte Moll und Durausdrükt. Diese bcydcn Ausdrükehaben abv' einige Zweydeutigkeit.Denn bey altern Schriftstellern be-deuten sie nicht wie itzt, die Heydenlllollos, sondern wurden blos ge-braucht, um anzuzeigen, ob in einemGesänge von der Doppelsaytc L diehöhere, die wir itzt mit kä bezeichnen,oder die tiefere, die wir durch ö an-deuten, zu nehmen fty. Im ersten

Falle hieß der Gesang (latwus äuru?,im andern Canrus molliz.

Es giebt also nur zwey Tonarten,die harte und die weiche, die manauch .die große und die kleine nennt;und nach der gegenwärtigen Einrich-tung hat jeder der zwölf in dem Sy-stem einer Octave befindlichen Töneseine harte und scme weiche Tonleiter.Aber sowol die harten als die wei-chen sind nicht für alle Töne gleich,weil weder die Terzen, noch die Sex-ten in jedem Tone gleiche Verhalt-niste haben *). Was für ein Unter-schied aber auch sich zwischen de» ver-schiedenen harten, oder weichen Tou-leirem der verschiedene Töne findet,so ist dieses eine allgemeine Erfah-rung, daß alle harren Tonleiternsich zu fröhlichen, und überhaupt zulebhastcu, die weichen aber zu zärt-lichen Melodien vorzüglich schllcn.Deswegen bey jedem zu verfertigen,den Stük die Wahl der Tonart zu-erst in Ueberlegung kommt, die nachBeschaffenheit des Ausdruks, der indem Stük herrschen soll, zu wäh- -Icn ist.

Von den Tonarten in der Musik über-haupt handeln, imter mchrern: Pier.Tlaron (Tracruro llelis natura e cvjznl-2ivns lli rurri li I'uoai lli Lanro iigu-rsro . . . Vcn. 1525. f.) — Heior./horic, oder Glarcanuu (Der Zwecks. Dollecbarllvn, Las. 1547. k. aus zBüchern beliebend, geht auf die Fest-setzung der, zu seiner Zeit noch sehr schwan-kenden, Lehre, von den 12 Tonarten.Claude, ein französischer Tonsiycr, hatein tluUecbarcie als llcbung l» den ISTonarten desselben, gesetzt.) Gal.Twosler (Im gtcn und ;ten Kap. de»aren THI6. s. lvjui. piaex. Irleincnc.)

Glos. oacliuo (Im aten Th> s. Iltirur.»rmun. als <^uel cbe lla mull» ü I'uono,e llelle tue ipecie; cbe i mulli tuno

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-) Man sehe den Artikel Tonleiter.