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Abhandlung über die leichteste und bequemste Methode die Bahn eines Cometen aus einigen Beobachtungen zu berechnen
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Annahmen find nicht völlig wahr, und befonders ift dieerfte uuficher: allein durch eine jede von ihnen wirdman in den Stand gefetzt, aus einem einzigen Abftandedie beyden übrigen, die Chorde und mithin die ganzeBahn zu belli min en. Um nun die Ten Abfiand zu finden,bedient man fich air h der Ver fuche, oder der fogenann-ten regula falji, giebt ihm einen willkülirlichen Wertli,und fieht nach einer kurzem oder langem Rechnung, obdiefer angenommene Werth mehr oder weniger mit derWahrheit übereinftimmt. Von Verfuchen geht man zuneuen Verl'uclien über, bis man endlich der Wahrheit fonahe gekommen ift, dafs man das übrige duróh eine In-terpolation nachholen kann. Statt der Rechnung kannman fich hier freylich auch mit einer Conftruction be-gnügen: aber hier muTs man alle die vergeblichen Ver fu-che , die man fonft in Berechnungen macht , in derZeichnung vornehmen: ein Umftand, der fie manchemeben nicht als bequemer empfehlen wird.

§. 12 .

Wir wollen die vornehmften diefer indirecten Con-functions- oder Berechnungsarten hier kurz betrachten.Bosco Vich nimmt grade zu an, das Stück der Corae-tenbahn zwifchen den drey Beobachtungen fey eine geradeLinie, gleichförmig mit der Gefchwindigkeit, die der Co-met in der Mitte diefes Stücks feiner Bahn hatte, be-fchrieben. Lambert fetzt voraus, der radius vectorin der zweyten Beobachtung fchneide die Chorde zwi-lchen den beyden Oertern des Cometen in der erbten unddritten Beobachtung im Verhältnifs der Zwifchenzeiten,und die Länge diefer Chorde vergleicht er völlig genau

mit