5. Der Güterbesitz des Geschlechts
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und den gemeinen Dienstboten der Stadt, so in Krankheit fallen möchten,aber auch in Sterbeläuften dem gemeinen Gesinde der Stadt allezeitoffen stehen. Die v. Bismarck zu Burgstall mit dem Rate der Stadtsind die Patrone. Als 16. Dezember 1562 Heinrich und Friedrich(Nr. 54 und 56) mit ihrem Anteil an Burgstall allerlei Stücke, z. B.in Mixdorf, an den Markgrafen Johann Georg abtreten, wird vonsolcher Abtretung ausdrücklich das Hospital zu Stendal ausgeschlossen.In den Lehenbriefen 23. Januar 1640, 23. Januar 1650 und 21. Januar1657 über die Güter, welche bei der Permutation den v. Bismarckverblieben sind, heißt es, daß von deren Ertrage das v. Bismarck-Sem i n a r gegründet worden sei. Am Ausgang des 30 jährigen Krieges,in dessen Verlauf das Hospital zerstört war und die Bauergüter, ausdenen es die Hebungen bezog, wüste lagen, trat 1647 die Familiev. Bismarck als Patronatsherrschast für die Herstellung des Hospitalsmit ihren Mitteln ein, damit auch ferner „ihrer Vorfahren Zweck inacht genommen werde". Es ist mit zehn Stellen für alte Frauendotiert. Noch heute wird das Hospital von den drei Besitzern derRittergüter Schönhausen, Briest und Döbbelin verwaltet und unter-halten.
Was die Münzgerechtigkeit von Stendal anbetrifft, so ist darüberunter Klaus I. (Nr. 9) verhandelt. Aber schon sehr frühe werden auchandere Eigentumsrechte der Familie aufgeführt. So verpfändete der Mark-graf Ludwig der Ältere an Klaus I. die Urbede der beiden StädteStendal und Osterburg im jährlichen Betrage von 110 Mark. DieseHebung wurde zwar 1369 durch Zurückzahlung der Pfandsumme ein-gelöst, dagegen verschrieb Markgraf Otto in seinen Kriegsnöten 1371seinem Hofmeister für geleistete Vorschüsse wiederum die Urbede ausStendal von 80 und aus Osterburg von 30 Mark, sowie in beidenStädten das oberste Gericht. Um 1376 war die neue Landesherr-schaft mit der Auslösung erst bis zu einem Drittel der Urbede vor-geschritten.
S t o r b e ck.
Pfarrdorf mit 191 Einwohnern unter Patronat der v. Bis-marck auf Döbbelin im Kreise Osterburg. 1238 hatte Gr. Siegfriedvon Osterburg das ganze Dorf vom St. Ludgerikloster in Helmstedt zu