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ttr. Gg. Schmidt, Das Geschlecht von Bismarck
erwarb, ist wohl durch die Nähe ihres Erbsitzes zu erklären, denn dieserbefand sich in der Parochie der Jakobikirche. Die Materialien der ehe-maligen Dorfkirche sollen beim Neubau der benachbarten Jakobikirche zuAnfang des 14. Jahrhunderts verwendet worden sein. In der Jakobi-kirche stifteten die Söhne des Herbord (Nr. 1) 1285 für ihre Elterneine Gedächtnisfeier durch einen Beitrag zur Gründung eines Altarsder Apostel Simon und Judä. In der Jakobiparochie, und zwar inder Viehtorstraße, wohnte 1476 und I486 Asche (Nr. 21) und in der-selben Straße dem Asche gegenüber, nicht weit vom Küsterhaus derJakobikirche, 1479 Matthäus (Nr. 24), dessen Güter 1476 Albrechtv. Klitzing angefällsweise verschrieben erhielt. 1. April 1342 aber ver-pachtet Klaus I. (Nr. 9) ein Erbe bei der Petrikirche dein Priester JakobusKynt, vielleicht dasselbe Erbe, welches 1337 seine Mutter zum Leib-gedinge erhalten hatte, damals von einem Rügemann bewohnt oderbenutzt. Noch in der Leichenpredigt von Levin Friedrich (Nr. 90),gest. 1696, wird erwähnt, daß er seine Erziehung in dem v. Bis-marckschen Freihaus zu Stendal empfangen habe.
Vor dem Uenglinger Tore auf einem Grundstück, dessen Besitzvielleicht auf jene Zeit zurückzuführen ist, als die ersten Ahnherren desGeschlechtes ihren Wohnsitz nach dem durch Privilegien reich begünstigtenStendal verlegten, gründete Klaus I. (Nr. 9) mit dem StendalerArzt Mag. Johann Sweder und dessen Bruder, dem Domherrn Mag.Burchard Sweder 1370 für arme Pilger und Reisende das Getraud-hospital. 20. Juni 1370 vereignete Markgraf Otto dem von Niko-laus und anderen gestifteten neuen Hospital — es handelt sich wohlum einen neuen Altar — allerlei Renten aus Schinne, Könnigde undWerdenberg. 14. Juli 1410 vergleicht sich Klaus (Nr. 28) nebstseinem Bruder Henning (Nr. 29) mit Klaus Buchholtz wegen derAusübung des Präsentationsrechtes zu dem im Getraudhospitnl vonihnen gestifteten Altars dahin, daß dasselbe alternieren solle. 28. No-vember 1540 heißt es, nach einem Streit zwischen der Familie v. Bis-marck und dem Rate von Stendal habe das Hospital St. Gertrutiseine Zeitlang leer gestanden, indem Kranke und Fremde, für welche esgestiftet worden, nicht darin gewesen seien. Es solle aber hinfüro denarmen Fremdlingen, so in die Stadt kommen und etwa krank werden,