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I)r. Gfl. Schmidt, Das Geschlecht Vvn Bismarck
Alexander (Nr. 205), von Ferdinand (Nr. 251) und den Ge-schwistern des letzterm sowie allerlei vom Fürsten herrührende Schriftenaus der Zeit, wo er als Deichhauptmann zu Schönhausen lebte undwirkte. Die Wände sind mit großen Schränken bedeckt, der von ihnenfreigelassene Raum ist mit Familienbildern geschmückt. Ein gewaltigerTisch steht in der Mitte des Zimmers. An ihm hat der Fürst oft-mals in seiner Jugend bis tief in die Nacht hinein gesessen und diereiche Kenntnis deutscher und auszerdeutscher Klassiker in sich aus-genommen, vermöge deren er so oft durch zutreffende Zitate in seinenParlamentsreden überraschte. Auch hier sind noch Spuren von denBajonetten sichtbar, mit welchen französische Grenadiere hinter der vorihnen fliehenden jungen Gemahlin Ferdin a nd s (Nr. 251) die Türezu sprengen suchten.
Der Schloßgarten ist von August II. (Nr. 134) nach dem Stilevon 1^6 blotro angelegt worden. Unter den Figuren aus Sandsteinwird ein mythologischer Held gezeigt, dessen Rückseite der Fürst imKnabenalter als Zielpunkt für seine Schießkunst erwählte. DerDomherr Georg Friedrich (Nr. 149) nahm nach seiner Leichen-predigt den von seinem Vater angelegten Garten, „in welchem er sichdurch Spaziergänge mancherlei Ergötzlichkeiten bereitete", unter seine be-sondere Pflege. Er erbaute 1740 den Pavillon aus einer künstlichenInsel, nachdem er bereits 6. Dezember 1736 infolge eines Vergleichsmit seinem Bruder Alexander Wilhelm (Nr. 154) für seineSchwester ein Haus auf seinem Gehöft, jetzt Wohnung für Kutscherund Bediente, hatte aufführen lassen. Die Linden auf der Terrassemit ihrer mächtigen Blätterkrone verdanken ihre Anpflanzung im Jahre1770 der Gemahlin des Ernst Friedrich (Nr. 206). Des Schattensder Schönhauser Linden hat der Fürst in der Pußta in seinen Briefengedacht, wo er sich manchmal mit dem Gedanken trug, daß es dochviel tröstlicher sei, sich auf dem friedlichen Dorfe der Familie und derBewirtschaftung des Gutes zu widmen.
Das zweite Herrenhaus am Orte ist vielleicht an der Stelle auf-gebaut, wo früher der Bardelebensche Hof gestanden hatte. Schon29. Juli 1685 heißt es von Christoph Friedrich (Nr. 138),daß er mehrere wüste Bauerstellen zu Schönhausen wieder aufbaute