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Das Geschlecht von Bismarck
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Di-, Gg. Schmidt, Das Geschlecht von Bismarck

dem Ausschachten für die Fundamente der jetzigen Wirtschaftsgebäudean der Kirchhofseite wurde 1824 eine lange und tiefe Schicht vonMenschenknochen aufgefunden. Die vollzähligen Zähne der Schädelbezeugten, daß dort ein Massengrab aus dem großen Kriege gewesen. —Nach der Lage von Grundmauern, welche inan da und dort angetroffen,muß der Ort früher eine andere Lage gehabt haben. Nur die Kircheund das Schloß stehen auf der alten Stelle.

Die Verödung des Ortes durch den Krieg wird auch sonst noch durchdas Kirchenbuch klargelegt. In den Jahren 1650 und 1651 ist wedereine Geburt, noch ein Todesfall oder eine Trauung verzeichnet. Aus demJahre 1652 wird die Taufe von sechs Kindern und die Trauung vonzwei Paaren, 1653 die Taufe von elf Kindern und die Trauung vonzwei Paaren gemeldet. Der erste Sterbefall ist 1663 der Tod derDorothea Elisabeth, geb. v. Katte (Nr. 110). 1670: 14 Kinder ge-tauft, drei Paare getraut, ein Todesfall. 1700: 19 Kinder geboren,8 Paare getraut, 33 Personen begraben. 1906: geboren 52 Kinder,getraut 17 Paare, gestorben 45 Personen, Seelenzahl 2069.

Die Kirche hatte bei dem großen Brande 1642 im Innern wohlnicht gelitten. Aber im Laufe der langen Kriegsjahre bei den wieder-holten Einquartierungen und Durchzügen hatte sie, ebenso wie es mitden Gotteshäusern in den Nachbarorten geschehen war, als Magazin,als Lazarett, ja als Pferdestall gedient. Der Turm dagegen war imInnern ausgebrannt. 13. Januar 1643 wurden „die beiden kleinstenGlocken verkauft, welche in dem Brande mehrenteils verschmolzen ge-wesen, während die beiden größeren beim Herabfallen nicht ganz un-brauchbar geworden waren. Der Riß im Turme entstand durch dasHerabstürzen der vier Glocken". Die Treppen wurden erst 1666 und1667 wieder erneuert.

Die Reparaturen, denen August I. (Nr. 110) die Kirche unter-warf, waren 1665 beendet. August II. (Nr. 134) bekundete seineFrömmigkeit und Gottesfurcht durch eine große Sorgfalt, welche er1712 auf Verschönerung des Gotteshauses wendete. Die Nischen inden Säulen und Wänden blieben bestehen. Dagegen wurde der freieRaum in den Seitenhallen, wo früher Umgänge gehalten wordenwaren, nunmehr, wo die Seelenzahl der Gemeinde in der fruchtbaren