Z 26 vr. Gff. Schmidt, Das Geschlecht von Bismarck
die Güter, außer Schmelzdorf, welches er laut Testament au Aurelv. Knobelsdorfs vererbte, infolge des Lehensverhältnisfes an Ferdi-nand (Nr. 251), welcher auf Kniephof seinen Wohnsitz nahm. Erübergab 1836 Jarchelin seinem ältesten Sohne Bernhard (Nr. 313),Külz 1840 seinem zweiten Sohne Otto (Nr. 314). Als er zuSchönhausen, wohin er übergesiedelt war, verstarb, hinterließ er seinemältesten Sohne Jarchelin, welches dieser bereits besaß, und Külz, welchesOtto abtrat, dem letzteren Kniephof und Schönhausen. Kniephof,welches in den Tagen, als Otto v. Bismarck dort ein fröhlichesJunggesellenleben verbrachte, spottweise den Namen Kneiphof führte, ist1868 an Ottos Neffen Philipp (Nr. 389), der auch von seinemVater zum Mitbesitzer von Jarchelin angenommen wurde, veräußertund von diesem aus seinen ältesten Sohn Gr. Karl (Nr. 474) 1894vererbt worden.
Kobbel.
Kirchort mit 408 Einwohnern im Kreise Wolmirstedt. 1151 gabKloster Marienthal in einem Tausch gegen sieben Hufen in Domers-leben und Eilsleben der Äbtissin von Quedlinburg zehn Hufen inCowellin mit Zubehör. 1164 schlichtet Bischof Gero von Halberstadteinen Streit über den Zehnt in Cowelle zwischen den Klöstern Huhs-burg und Marienthal. 1180 bestätigte Papst Alexander III. deinKloster Marienthal seine Besitzungen, darunter den Hof in Cowelle mit15 Hufen, dem Wald und dem Zehnten. 1285 schenkten die MarkgrafenOtto und Konrad von Brandenburg ein Pfund Pfennige zu Cobbeldem Kloster Wolmirstedt. 1375 hatte die Feldmark 33stz Hufen,davon hatte der Pfarrer 2 und der Schulze 2'/g Lehenhufen von denvon Lüderitz inne. Von sieben Kossatenhufen waren sechs wüste, diesiebente gab ein Huhn an Ludolf v. Grieben und fünf Schillinge Holz-geld an Klaus I. (Nr. 9). Der Krug zahlte einen Schilling an Ludolfv. Grieben, der auch das oberste und niederste Gericht sowie das Patronatbesaß. Der Fleischzehnt wurde an die v. Lüderitz entrichtet. Im erz-bischöflichen Lehenbriefe der v. d. Schulenburg über Angern 22. August1448 wird der Ort zu Schloß Angern gerechnet. In den branden-burgischen Lehnbriefen über Angern, 1499 und 25. November 1522,