Druckschrift 
Das Geschlecht von Bismarck
Entstehung
Seite
312
Einzelbild herunterladen
 

312 vr. Gff. Schmidt, Das Geschlecht von Bismarck

zwölf Hufen Landes in einem angrenzenden Haine und damit vielleichteinen Teil der Feldmark Gartzvw, welche später zu Schönhausen ge-hörte, vereignete. Vischbeke blieb durch den Wechsel der Zeiten alsTafelgut im Besitz der Bischöfe. Unter dem Fehdewesen 25. Sep-tember 1412 und 29. September 1413 hatte Fischbeck von seiten derQuitzows und deren Genossen schwer zu leiden. Am 5. Dezember 1413überfielen sie das Dorf, indem sie ohne Scheu den Kirchhof schändeten,wohin die Einwohner, weil sie ihn der Heiligkeit des Ortes wegen fürsicher hielten, ihre Habseligkeiten gebracht hatten, und nahmen ihnen alles,was darauf war. Auch 1454 wurde der Ort trotz der straffen Maß-regeln der Hohenzollern gegen die Landbeschädiger von Jasper Hanszu Putlitz und seinen Genossen stark heimgesucht. Fischbeck teiltespäter die Schicksale von Schönhausen und hatte im 30jährigen Kriegedieselben Drangsale zu erdulden. 1636 rissen die dänischen Soldatendas Kupfer vom Kirchdach und nahmen es mit sich. Der Ort warWohl auch wie die benachbarten Dörfer jahrelang verlassen und verödet.1645 heißt es im Kirchenbuche: wegen des beschwerlichen Krieges istniemand begraben worden.

Fisch erube resp. Fischeribbe,wüste im Kreise Stendal. 1150 schenkte König Konrad III. der KircheSimonis und Judä in Goslar die Dörfer Wischeribe uud Wivelinga.1205 bestätigte Papst Innozenz III. dem Kloster Nienburg seine Güter,darunter in Wisseribe zwei Hufen, daneben steht Westerhüsen, und 1345verlieh Markgraf Ludwig von Brandenburg dem Arnold Vallenschierdie Bede zu Wisribe und Schermen. 1375 hatte der Ort 28 Hufen,wovon vier wüste. Er gehörte den v. Lüderitz und Osterholz mitoberstem Gericht, Wagendienst und Fleischzehnt. Der Krug war wüste.Ein gewisser Hardekop bekam 32 Schillinge von bebauten Höfen, Niko-lausI. (Nr. 9) 8 Schillinge von 4 bebauten Hufen. Auch erhielt dieservon den Bauern H Schillinge Holzgeld (pro liKnolibus). 28.März 1440belehnte Markgraf Friedrich der Jüngere den Henning v. Kockede mit derhalben Feldmark und die Gebrüder Hans und Asche (Nr. 20 u. 21)mit drei Scheffeln zu Vischeribbe. Diese Stücke kamen 1499 in denBesitz der Familie Füge, welche darauf einen Angefällsbrief empfangen