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Das Geschlecht von Bismarck
Entstehung
Seite
308
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Z08 Di'- Gfl. Schmidt, Das Geschlecht van Bismarck

der Franzosen, vor denen die Gutsherrschaft in den Wald flüchteteund sich dort acht Tage lang verborgen hielt, und 1813 unter denKosaken schwer mitgenommen. Das Herrenhaus mit sehr vielFenstern reichte über den 30 jährigen Krieg hinaus. Es trägt

über dem Portal die Wappen von Levin Friedrich(Nr. 90) und der Emerentia v. Jagow. Als Hans ChristophFriedrich (Nr. 227) Döbbelin übernahm, war das Haus derartigvon den Kastanien überwuchert, daß erst ein Eingang geschaffen werdenmußte. Er wirtschaftete nun, wie es einstmals seine Voreltern aufSchloß Burgstall getan hatten, wo auch vier Haushaltungen nebenein-ander bestanden, gemeinschaftlich mit allen seinen Geschwistern derartig,daß alle Einnahmen und Ausgaben gemeinsam erfolgten, ohne daß derFrieden und die Eintracht bei dem Zusammenleben in dem nicht über-mäßig großen Hause gestört worden wären. Seine Witwe erkaufteDöbbelin und besitzt es als Allod mit ihren beiden Söhnen.

Dolle.

Dorf mit 610 Einwohnern im Kreise Wolmirstedt. 1220 be-stätigte Propst Honorius III. dem Kloster Hillersleben seine Güter,darunter die Kirche in Dollen, d. h. das Patronat über dieselbe mit vierHufen. 1250 tun dasselbe die Markgrafen Johann und Otto miteiner Schenkung des Ritters Gerhard v. Kerkow, der ein Talent Denare(ein Pfund Pfennige), die von den Höfen in oppiclo novtro Dolleals Zins zu zahlen sind, dem Kloster Neuendorf übereignet. Bei derBestätigung der Klostergüter 1278 wird dieses Talent „in clolliv" wieder-aufgeführt. Im 14. Jahrhundert befindet sich der Ort in erzbischöflichemBesitz. 19. November 1451 verkauften Roloff und Levin Schenkenv. Flechtingen für 100 rheinische Gulden die Dolle an die GebrüderLudolf, Heyden und Henning (Nr. 31—33). 19. Januar

1475 verkaufte Burhard v. Bardeleben vier Hufen erzbischöflichenLehens zur Dolle, welche früher die v. Bismarck besessen hatten,an Busso v. d. Schulenburg, und 23. Juli (16. August) 1481werden die v. d. Schulenburg voin Erzbischof mit allerlei Gütern,darunter zwei freie Hufen zur Dolle mit allem Zubehör belehnt,wie solche Fritz v. d. Schulenburg den v. Bismarck abgekauft