1)e. Gg. Schinidt, Das Geschlecht vun Bismarck
3l)6
das durch den Tod des H ei n r i ch (Nr. 23) heimgefallene Dorf Darnstedean Henning Kockede. Aber die Familie v. Bismarck hatte außerdem von Heinrich besessenen Gute auch Hebungen aus dem Orteinne. Denn 20. Mai 1433 verkaufen die Gebrüder Ludolf, Hey deund Henning (Nr. 31—33) auf Burgstall wiederkäuflich eine Rentevon 26 Scheffeln Hartkorn aus Dahrenstedt und Dahlen.
D e m k e r.
Kirchdorf mit 368 Einwohnern, Filial von Bellingen. Demkerhatte 1376 an Klaus I. Holzpfennige zu entrichten. Im Mittelalterbezogen die St. Marienkirche und der Kaland in Stendal, das Dom-kapitel und das St. Georgshospital in Tangermünde Einkünfte ausdem Orte. Im 14. Jahrhundert saßen die v. Köckte daselbst. Späterwaren zwei Ritterhöfe der v. Arnstedt am Orte, beide vereint kamen andie v. Alvensleben. Ludwig (Nr. 225) wird als Besitzer vonDemker genant.
D e q u e d e.
Kirchdorf (Filial von Krevese) mit 181 Einwohnern im Kreise Oster-burg. 1375 gehörte Dekstade den v. Lüderitz. 30. Juli 1383 erhaltenKlaus II und Rule III. (Nr. 18 u. 17) für 12 si, Mark Silbers,welche sie vorgestreckt haben, von Basse v. Lüderitz seinen Anteil an Dexsteteverpfändet. 2. März 1525 vergleichen sich die Vettern und Brüderv. Bismarck auf Burgstall mit den v. Lüderitz auf Lüderitz über dieDorfstätten Deckstede, Gethen und den Hof Mollenstätte zu Biesen.Deckstede (vielleicht nicht identisch mit Dequede) fällt den v. Bismarckzu. Zu den Dörfern, welche 16. Dezember 1562 als zu Krevesegehörig den Gebrüdern HeinrichIV. und FriedrichI. (Nr. 54 u. 56)abgetreten werden, gehört auch Deckwede, ebenso 3. März 1684.
D ö b b e l i n.
Kirchdorf mit 137 Einwohnern, Filial von Gohre im Kreise Stendal.1160 hatte das Ludgerihospital in Helmstedt, später der Dom, dieSt. Marienkirche, St. Jakobikirche, das Gertraudthospital und der Kalandin Stendal Besitz in Döbbelin. Schon 1344 gehört der Ort der Familie