294
I)r. Gg. Schmidt, Das Geschlecht von Bismarck
Major v. Bismarck auf Demker (Nr. 225), am 16. Januar 1811einen Allodifikationsrezeß geschlossen hatte, wofür er ihnen 10 000 Tlr.in Gold abtrat. Ein Herr v. Kröcher erstand das Gut für einen sehrmäßigen Preis und verkaufte es für 24 000 Tlr.
B l ä tz.
Dorf mit 107 Einwohnern, eingepfarrt in Uchdorf im KreiseWolmirstedt. 1359 verkaufte Ritter Arnd v. Lüderitz vier Höfe inUchdorf an Nikolaus (Nr. 9). Unter den Zeugen befindet sichauch der Pfarrer tu Blest. Nach der Landfriedensurkunde von 1361gehörte Blesetz zum Erzstift Magdeburg und sollte im Notfälle zweiMann zur Verteidigung stellen. Bis 1366 hatte Hans Pruczike dasDorfe als erzbischöfliches Lehen inne. Bei seinem Tode übertrug3. Mai 1366 der Erzbischof dasselbe an Nikolaus (Nr. 9). Es ver-blieb im v. Bismarckschen Besitz. Aber auch andere waren daselbstbegütert. Um 1371 hatte Johann v. Bardeleben Ist., Stück Einkünfteaus dem Orte als erzbischöfliches Lehen inne. Zu derselben Zeit besaßArnold Dus mit seinem Bruder eine Hufe in Blotz, sowie einen Wein-berg und einen Hopfenberg (vielleicht Blocz bei Könnern), 1479 verliehMarkgraf Johann dein Arnd v. Lüderitz und dem Belke Woldeken ein Gutin Pletz, das die v. Kruge vormals gehabt hatten. 28. August 1489belehnte der Erzbischof die Gebrüder Günther, Ludolf, Georgund Pantaleon (Nr. 38—41) nach dem Tode ihres Vaters mitBläß und aller Zubehörung. Im 16. Jahrhundert kam der Ort beider Grenzregulierung an die Altmark.
Aus den Kirchenvisttationsprotokollen scheint hervorzugehen, daßderselbe bereits 1540 wüste war. 16. Dezember 1562 gehörte dieFeldmark Pletz zu den Stücken, welche von der Familie v. Bis m arckan den Markgrafen Johann Georg abgetreten wurden. Spätere LehenS-briefe für die v. Bismarck als Lehensträger für die Markgrafendatieren von 23. Januar 1650 und 9. Mai 1684.
Auf der Feldmark scheint ein Vorwerk für Burgstall errichtetworden zu sein, an welches sich mit der Zeit das heutige Kolonisten-dors anschloß.