4. Die Genealogie des Geschlechis
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wohl, als mein Vater in unser kleines Zimmer eintrat. Er hatte amMorgen des 17 ., als er im Stabe des Königs hielt, hinter sicheinen Offizier über die Verluste vom 16 . sprechen hören und ver-nommen, ivie dieser sagte: „Von den Gardedragonern ist über dieHälfte ausgerieben. Fast alle Offiziere tot oder verwundet, auch der eineB i s m a r ck ist tot, der andere schwer verwundet." Mein Vater wendetesich sofort zu dem Sprecher um und fragte, wo das Generalkommandooder der Generalstab des 10. Korps zu finden wäre. Auf die ihmgewordene Auskunft ist er dann, wie mein Vetter Karl Bi s m a r ck -Bohlen später erzählte, in so rasendem Tempo nach der angegebenenRichtung geritten, das; er ihm kaum zu folgen vermochte. Er ritt aufdie ihm als ineine Unterkunft bezeichnet«; Ferme Mariaville los undtraf an ihrem Eingang meinen mit Wassertragen beschäftigten Bruder.Die leicht verwundeten und kriegsgefangenen französischen Offiziere aufdem Gehöft machten sehr erstaunte Gesichter, als der in seiner Generals-uniform ihnen wohlbekannte Bismarck einen sehr stark beschmutztengemeinen Dragoner in seine Arme schloß."
1873 trat Graf Herbert in den Dienst des Auswärtigen Amtes undwar bei den Gesandtschaften in Dresden und München, später in Bern undWien beschäftigt. Allerdings war seine Tätigkeit an diesen Orten meistnur nominell, denn den größten Teil des Jahres weilte er bei seinemVater in Berlin und Varzin, wenn er ihn nicht auf seinen Reisenbegleitete. Er diente ihm als absolut zuverlässiger Privatsekretür undMitarbeiter und wurde so in die Absichten seines Vaters wie keinanderer außer ihm eingeweiht. Er wollte ja auch Zeit seines Lebensnicht mehr sein als der getreue, zuverlässige Diener und Gehilfe seinesgroßen Vaters. Er faßte ja auch in späteren höheren Stellungen dieSelbständigkeit seines Amtes nur in dem Sinne einer Förderung dervon seinem Vater bestimmten Gesamtpolitik auf, wie er eS 1878 beieiner Wahlrede in Ratzeburg aussprach. -
„Was meine übrigen Anschauungen betrifft, so ist es Ihnen be-kannt, in welcher Stellung ich zu meinein Bater stehe, und es ist Ihnenbegreiflich, daß ich meine politische Richtung mit der meines Vatersidentifiziere, was jeder, der einen solchen Bater hat, auch tun würde."Auch nach seines Vaters Tode trat er daher als Sachkundigster be-